Winterschlaf
Fledermäuse reagieren während ihres Winterschlafs äußerst empfindlich auf Störungen. Verschiedenste Faktoren, wie Temperaturschwankungen, Höhenlage, Paarungs- und Schwärmverhalten oder artspezifische Unterschiede bestimmen, wie störanfällig Fledermäuse sind. Aus diesen Gründen gilt die Zeit vom 1. November bis 30. April aus unserer Sicht als besonders sensibel!
Besonders empfindlich sind Fledermäuse in der Zeit von 1. November bis 30. April
Um den Tieren unnötigen Stress zu ersparen und ihren energiesparenden Winterschlaf zu ermöglichen, empfehlen wir, Winterquartiere in diesem Zeitraum grundsätzlich nicht zu betreten. Schon kurze Störungen können Fledermäuse gefährden oder sogar tödliche Folgen haben.
Gerade im Frühjahr sind die Nächte noch recht kalt und die Tiere befinden sich am Ende ihres Winterschlafs. Das bedeutet, die Fettdepots sind nahezu aufgebraucht und die notwendige Nahrung ist noch nicht ausreichend vorhanden. Der Energieaufwand, der bei der Jagd benötigt wird, ist allerdings sehr groß. Daher können Störungen auch im Frühjahr für Fledermäuse besonders fatal sein.
Die Naturschutzgesetze der Bundesländer tragen diesem Schutzbedarf Rechnung und stellen sowohl die Tiere als auch ihre Quartiere unter strengen gesetzlichen Schutz. Unsere Empfehlung orientiert sich an diesen Vorgaben und hilft, die Tiere sicher durch den Winter zu bringen.
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