Waldfonds - ConBats
Foto © Markus Milchram

Waldfonds - ConBats

Strukturreiche Laubwälder mit altem Baumbestand sind für die meisten heimischen Fledermausarten wichtige Lebensräume. Sie dienen nicht nur als Jagdgebiete, sondern auch als Sommer- und Winterquartiere. Besonders in Ostösterreich beheimaten diese Wälder hochspezialisierte Arten wie die Bechsteinfledermaus. Doch die über Jahrhunderte zunehmende Fragmentierung der Landschaft gefährdet heute die genetische Vielfalt dieser Populationen.

Das Projekt „Von der Isolation zur Konnektivität: Fledermäuse in fragmentierten Wäldern“ setzt hier an, um die Vernetzung der Lebensräume gezielt zu fördern. Durch den Einsatz innovativer Telemetriesysteme verfolgen wir die Bewegungen der Tiere in ihren Jagdgebieten und identifizieren wichtige Verbindungsstrukturen in der Landschaft. Ergänzend dazu nutzen wir genetische Analysen, um den Zusammenhang zwischen Sommer- und Winterlebensräumen zu bestimmen. So lässt sich präzise zeigen, wo schützenswerte Korridore existieren oder neue geschaffen werden sollten. 

Begleitend stärkt das Projekt das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung vernetzter Landschaften und den Schutz der Fledermäuse. Dieses Projekt ist eine Kooperation zwischen der KFFÖ und zwei Instituten der Universität für Bodenkultur (Botanik sowie Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung), gefördert durch den Waldfonds des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft.